Inhalt
Perlen im Netz
Features
Eure Stories
Jenseits von...
Schatzkiste
Ausgewählte Sites

News weltweit
Aktuelles
Wettbewerbe
Boogies
Veranstaltungen
Freifall Xpress
NSL News [USA]
SSI Pro Tour Sicherheit
Wetter weltweit

Shop Zone
Skydive World
Grußkarten
Skydive Forum
Skydive Bücher
Eure Galerie

Gästebuch
Kontakt
Archiv

Wähle
 skyXtreme |
|
|
Blue skies and safe landings ! |
| Das neue Jahr begann mit Unfällen
Das neue Jahr hat traurigerweise mit drei Unfällen im Januar begonnen. Beim "Rumbleseat Meet" auf der Dropzone von Perris Valley Skydiving in Kalifornien wurde am 8. Januar ein Teilnehmer während der ersten Wettkampfrunde getötet. Der Springer überlebte die Landung nicht, nachdem sich nach einer Fehlöffnung Hauptschirm und Reserve ineinander verwickelt hatten. Die Veranstaltung wurde nicht abgesagt, aber drei Teams, unter ihnen das des Verunglückten, zogen ihre Teilnahme zurück.
Ein weiterer Springer stürzte am gleichen Tag auf dem Platz von Bay Area Skydiving in Byron, Kalifornien zu Tode. Der Springer war kein Stammkunde der Dropzone, und es wird vermutet, dass er den ganzen Tag Sitflying trainiert hatte. Der Sprung erfolgte eine viertel Meile nördlich des Flugplatzes und wurde nicht näher beobachtet. Der Getötete wurde mit einem Fuss in der Leinen verwickelt gefunden, die Griffe befanden sich an ihrem Platz. Die Reserve hatte sich beim Aufschlag geöffnet.
Ein britischer Armee Sergeant wurde am 11. Januar bei einem Sprung aus einer RAF Hercules aus 1000 m, über Weston-on-the-Green in England, getötet. Ursache war eine Fehlöffnung, aber es können noch keine näheren Angaben zum Unfall Hergang gemacht werden, wie ein Armeesprecher erklärte. Der Sprung war Teil einer militaerischen Übung. Der Unfall wird von der Armee untersucht. |

| Prozess um "Fallschirmmord" begann Am 18. Januar war der erste Verhandlungstag vor dem Landgericht Münster für den 33-jährige Kasparek, Bahnbeamter aus Düren. Ihm wird zur Last gelegt, den Fallschirm der 31-jährige Andrea Ulrich manipuliert und sie damit getötet zu haben. Das Motiv: verschmähte Liebe und Hass. Die Anklage lautet auf Morde, da nach Ansicht des Oberstaatsanwaltes die Tat heimtückisch, berechnend und hinterhältig gewesen sei.
Am 30. Mai 1999 sprang Andrea Ulrich in 3000 Meter Höhe aus einer Cessna über einer Dropzone in Sendenhorst (Kreis Warendorf). Nach 1500 Metern freiem Fall versuchte sie die Hauptkappe zu öffnen, vergeblich, auch die aktivierte Reserve funktionierte nicht. Das elektronische automatische Öffnungssystem (Cypres) versagte. Andrea Ulrich war nach dem Aufprall sofort tot.
Der Unfallhergang konnte leicht rekonstruiert werden, da Andrea eine Videokamera mitführte, und somit ihren Todesturz aufzeichnete.
Die Staatsanwaltschaft ist davon überzeugt, dass Kasparek die komplette Aussrüstung, Schirm, Reserve und Öffnungsautomat seines Opfers so manipulierte, dass alle Teile vollständig versagen mussten.
Kasparek hatte zunächst ein Geständnis vor der Polizei abgelegt, welches er am ersten Verhandlungstag auf Anraten seiner Anwälte widerrief, da die Polizeibeamten ihn angeblich zu der Aussage gedrängt hätten. Die Verhandlung wurde auf den 27. Januar vertagt. An diesem zweiten Verhandlungstag wurde Kasparek das Video vorgespielt, welches mit seiner Zustimmung erstellt wurde, und mit dem er sich selbs überführt. In diesem Video demonstriert er in allen Einzelheiten, wie er die Manipulation durchgeführt hatte. Erst am Hauptschirm, und dann am Reserveschirm und dann erläutert er den Beamten auf dem Video, auf welch raffinierte Weise er den Auslösungsmechanismus sabotiert hatte.
Auch ein zweites bedrückendes Dokument mußte sich der Angeklagte gestern ansehen. Es sind Bilder vom tödlichen Sprung Andrea Ullrichs, die diese mit ihrer Helmkamera aufgenommen hatte, und Bilder von einer Bodenkamera. Die Verhandlung wurde danach auf den 3. Februar vertagt.
Auch nach diesem dritten Verhandlungstag tritt die Staatsanwaltschaft auf der Stelle. Gentests am angeblich manipulierten Fallschirm könnten den Angeklagten nicht eindeutig überführen, sagte ein Rechtsmediziner vor dem Landgericht Münster aus. Zwar seien Männer-Gene gefunden worden, diese stammten aber nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 zu 500 von dem Angeklagten. Kasparek machte auch am am dritten Prozesstag keine Aussage. Die Verteidigung will weiter versuchen, einen Freispruch für ihn zu erreichen. Wir berichten weiter... |
Seite 2 - Cypres News |