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Vol. 10 - Juli 2000 / Deutsche Ausgabe Das Magazine von Skydive World

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  [Aktualisiert: 13. Juli 2000]

Springer wurde von einem Vogel getroffen

Wenn man sich die Fotos anschaut, könnte man glauben, dass der Springer, der von dieser Meise getroffen wurde, viel zu tief gezogen hat. Hat er aber nicht! Es ist statistisch höchst unwahrscheinlich, aber während eines Foramtionssprunges hatte ein Mitglied des österreichischen "Fila Team" diese gefährliche Begegnung in 1800 m Höhe. Glücklicherweise blieb der Vogel im Visier des Helmes stecken, und der Springer kam mit einer Schnittwunde und einem blauen Auge davon. Soweit bekannt ist, wurde noch nie zuvor über einen solchen Vorfall in unserem Sport berichtet. Meisen fliegen normalerweise nicht in dieser Höhe und die Springer vermuten, dass sich der Vogel auf seiner Jagd nach Insekten "verirrt" hat. Also Augen auf ... man kann nie wissen!

Bird in Visor    Bird in Visor
Fotos von Next Generation © 2000

Britischer Stuntman wurde bei BASE Sprung getötet

Terry Forrestal, 53, frueheres Mitglied der englischen Special Air Service und Stuntman in vielen bekannte Hollywood Filmen wie Robin Hood, Braveheart, Titanic und verschiedenen James Bond Filmen, starb am 10. Juni in Norwegen.
 
Forrestal starb während eines ungewöhnlichen Unfalls beim populären Helikopter BASE Boogie am Lysefjord in Norwegen. Wie eine Videoaufnahmen des Sprunges zeigt, war Forrestal mit einer leichten Drehung abgesprungen und nicht weit genug vom Felsen weggetrackt, bevor er seinen Schirm öffnete. Der Schirm öffnete in einer 180° Drehung und warf ihn in den Felsen. Terry versuchte vergeblich, sich von der Wand wegzutreten und landete auf einem schmalen Felsvorsprung etwa 600 Meter über dem Landepunkt. Bei der Landung hatte er sich möglicherweise die Beine verletzt oder gebrochen.
 
Eine Rettung mit dem Hubschrauber war zunächst unmöglich, weil Nebel aufzog. Auch weitere Rettungsversuche mit dem Helikopter mussten abgebrochen werden wegen des Wetters. Eine Rettungstruppe brach zu Fuss zum Absprungpunkt auf. Als sie sich auf den Abstieg vorbereiteten, stellten sie fest, das Forrestal nicht mehr auf dem Vorsprung war. Kurze Zeit später wurde er tot am Fuss des Felsens aufgefunden. 30 Meter unter dem Vorsprung wurde der Reserve Freebag entdeckt, was zu der Vermutungen Anlass gab, dass Terry versucht hatte sich mit der Reserve zu retten. Das war schon einmal vor etlichen Jahren an Norwegens Troll Wand gelungen. Oder Forrestal war vor Schwäche vom Vorsprung gefallen und hatte die einzige Möglichkeit genutzt, die ihm zur Rettung blieb, seine Reserve. Vor seinem tödlichen Sturz/Sprung hatte Terry zehn Stunden auf seine Rettung gewartet, die immer wieder durch das Wetter behindert wurde.

   * * *
Britischer Sprungschüler in den USA abgestürzt

Ein englischer Tourist stürzte am 4. Juli in Lake Wales in Florida in den Tod, als sich sein Schirm bei einem Sprunge aus 3500 Metern nicht öffnete
 
Wie die Polizei mitteilte, hatte Maguire, der gerade eine Sprungkurs absolviert hatte, vermutlich seinen Hauptschirm abgetrennt und war abgestürzt, weil sich sein Reserveschirm nicht öffnete. Andere Spinger, die den Vorfall beobachtet hatten, sahen, dass sich der Schüler in Schwierigkeiten befand, und verständigten sofort den Notdienst und die Polizei. Die Ermittlungen dauern an.

   * * *
Zwei tödliche Hook Turn Unfälle

Am Samstag, den 24. Juni, erlitt Philip Moore, 39, ein erfahrener Springer, mehrere traumatische Verletzungen, als er hart in einem Feld landete.
 
Moore befand sich unter einer voll tragenden Kappe im Landeanflug, als er einen sehr tiefen Hook Turn ausführte, den er nicht mehr rechtzeitig ausbalancieren konnte, wie ein anderer Springer beobachtete. Der Zeuge vermutete, dass Luftturbulenzen zu Moors unglücklicher Landung beigetragen haben.
 
Nach dem Unfall leisteten zwei Ärzte, die zufällig an der Unfallstelle vorbeifuhren, erste Hilfe und versuchten Moor bis zum Eintreffen des Notarztes zu stabilisieren. Er verstarb an Bord des Rettungshubschraubers.
 
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Benjamin A. Freeman, 31, ein erfahrener Springer aus Oklahoma, wurde am 20. Juni nach einem Sprung nahe Eagle Air Sports in Florida getötet. Wie Augenzeugen berichteten, war Ben bei 1000 Metern abgesprungen und hatte seinen Schirm problemlos geöffnet. Er steuert seine Kappe dann Richtung Flugplatz, wo er zwei scharfe Turns flog, die ihn schnell nach unten brachten. In ungefähr 20 Meter Höhe flog er einen sehr scharfe Turn nach rechts, um gegen den Wind zu kommen, als sein Schirm in einen Sturzflug überging. Er schlug mit dem Gesicht nach unten auf und war auf der Stelle tot.

   * * *
Gerissene Reserve-Leinen töten Speed Skydiver

Ein Skydiver, der den ganzen Tag Speed Skydives trainiert hatte, starb am 3. Juni in Lake Tahoe, Kalifornien, unter einer beschädigten, schnell drehenden Reserve. Wie der Pro-Track zeigte, machte er auf seinem letzten Sprung zwei Speed Versuche, bei denen er ungefähr 300 mph erreichte, bevor er zu einem dritten Versuch überging. Während dieses Versuches verlor er vermutlich das Gefühl für seine Hoehe, denn er ging abrupt in Bauchlage über und zog die Hauptkappe, wobei sich der Hilfschirm zu einem sogenannten "pilot chute in tow" Versager verfing.
 
Sich der geringen Höhe bewusst, zog der Springer sofort die Reserve. Da er immer noch mit einer sehr hohen Freifallgeschwindigkeit unterwegs war, wurden beim Feuern der Reserve in 330 Meter Höhe vier Leinen zerrissen. Eine gerissene C-Leine verwickelte sich mit der rechten Steuerleine, was zu gefährlichen Drehungen führte. Der Springer versuchte den Schirm bis zum Aufprall unter Kontrolle zu bringen. Er wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht, wo er bei der Operation an inneren Blutungen starb. Seine Lunge war kollabiert, und er hatte eine zerissene Aorta.
 
Der Verunglückte wog 225 Pfund (US Maße) und sprang eine 181er Reserve. Der Pro-Track zeigte eine Geschindigkeit von 145 mph [ca. 225 km/h] zum Zeitpunkt der Schirmauslösung an. Die Reserve war für 172 mph und 202 Pfund zugelassen, daher hatte der Springer seine Reserve zu 25% überladen. Das CYPRES war eingeschaltet, hatte aber nicht gefeuert.

   * * *
Tödlicher Unfall in Israel

Ein 21-jähriger Sprungschüler stürzte am Freitag, den 30. Juni, auf der Dropzone von Skydive Eilat in Israel ungebremst in den Tod. Als Ursache wird eine doppelte Fehlöffnung vermutete. Es war der zweite Sprung des Schülers, bei dem er als erster die C-206 in 1200 Meter Hoehe verliess. Weitere Untersuchungen sollen den Unfallhergang klären.

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