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Vol. 9 - Juni 2000 / Deutsche Ausgabe Das Magazine von Skydive World

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Sprungschülerin wurde bei einem Flug in ein Windrad getötet

Am 28 Mai erlitt eine 20-jährige Sprungschülerin auf der Insel Fehmarn, Deutschland, bei ihrem ersten Sprung tödliche Verletzungen, als sie ein ein Windrad flog. Nach Polizeiaussagen wurde die Springerin 25 Minuten nach ihrem Sprung aus 1200 m Höhe tot in einen nahegelegen Windpark gefunden.
 
Die Springerin hatte das Flugzeug zusammen mit einem Sprunglehrer und einem weiteren Schüler verlassen, und alle drei Fallschirme hatten sich problemlos geöffnet. Untersuchungsbeamte glauben, dass die junge Frau von einer Windböe erfasst und 3 Kilometer weit abgetrieben wurde, wo sie dann in das Windrad geraten sei. Augenzeugen berichteten, dass zum Unfallzeitpunkt eine Windstärke von 4-6 m/Sek.geherrscht habe. 8 m/Sek. beträgt die maximale Windgeschwindigkeit für Schülersprünge. Weitere Untersuchungen wurden eingeleitet.

Motor eines Absetzflugzeugs in Flammen

Am Wochenende des 3./4. Juni geriet eine zweimotorige Nomad von Skydive Leopoldsburg in Belgium beim Absetzen von Schülern in Brand, als eine plötzliche Explosion erfolgte und der Motor Feuer fing. Die Lehrer an Bord setzten schnell die restlichen Schüler ab, während der Pilot das Notverfahren einleitete. Die Lehrer und der Pilot haben vorbildlich reagiert, und es gab keine Panik an Bord. Der Pilot konnte das Flugzeug sicher in einem nahegelegenen Feld landen. Niemand wurde bei dem Vorfall verletzt. Der linke Motor brannte völlig aus, und es gibt geringe Schäden an der Tragfläche.

Neues zum Unfall in Düren

Am Sonntag, den 21. Mai starb ein Static Line Schüler in Wallerfangen-Düren in Deutschland. Der Schüler und ein zweiter Schüler sprangen zeitversetzt ab und flogen anschließend in unterschiedlicher Höhe unter voll tragenden Schirmen. Dann befanden sie sich plötzlich auf gleicher Höhe und flogen beabsichtigt oder unbeabsichtigt aufeinander zu. Der Fuss des oberen Springer verfing sich in der Kappe des unteren, der daraufhin sofort abtrennte und die Reserve zog.
 
Der abgetrennte, wegfliegende Schirm wickelte sich um den Körper des oberen Springers, der immer noch unter einer voll tragenden Hauptkappe hing, und sich bemühte den Stoff um seinen Körper loszuwerden. Aber plötzlich zog er aus unerklärlichen Gründen den Trenngriff, woraufhin die RSL (Reserve Static Line) seine Reserve aktivierte. Dabei löste sich der verwickelte Schirm von seinem Körper und flog nach oben in die sich öffnende Reserve. Der Springer versuchte verzweifelt, die Verwicklung der beiden Kappen zu verhindern, jedoch ohne Erfolg. Er landete hart unter den zwei verwickelten Schirmen und zog sich tödliche Verletzungen zu. Der zweite Springer landete unverletzt. Der Verunglückte hinterlässt eine Frau, die er einen Monat zuvor geheiratet hatte.

Tödlicher Unfall in Finnland

Am 25. Mai starb ein 52-jährger, erfahrener Springer in Utti, Finnland bei einem 6er Kappenformations Trainingssprung. Zwei Springer kollidierten in 1300 m Höhe und ihre Schirme verwickelten sich ineinander. Beide trennten daraufhin ihre Hauptkappen ab und zogen die Reserve, aber eine Öffnung erfolgte so tief, das sich die Reserve nicht voll entfalten konnte.

Gerling Versicherung für Skyray Sprünge

Nach einigen Gesprächen und diversem Schriftverkehr mit der GERLING Versicherung, hat sich diese jetzt schriftlich bereit erklärt, innerhalb des Rahmenvertrages mit dem DFV, bei Einhaltung bestimmter Bedingungen, allen Springern/Springerinnen Versicherungsschutz im Rahmen der Halter-Haftpflichtversicherung bei Sprüngen mit dem SKYRAY-Flügel zu gewähren. Diese Abmachung gilt zunächst bis Ende 2000; danach soll ein neuer Erfahrungsbericht erstellt und auf dieser Basis über die Weiterführung dieser Zusatzversicherung verhandelt werden.
 
Die von Christoph Aarns (als "SKYRAY-Pionier") erstellten und von GERLING übernommenen Bedingungen für die Benutzung des SKYRAY-Flügels lauten:
 
1. Es muss sich um einen Original-Flügel handeln und darf kein nicht-autorisierter Nachbau sein.
 
2. Der Springer/die Springerin muss ausdrücklich für die Benutzung des Flügels "freigegeben" sein (per Eintrag im Sprungbuch), durch qualifiziertes Personal (gibt es im Moment noch nicht viel davon, bitte bei Chr. Aarns erfragen!)
 
Die "Freigabe" zur Nutzung setzt als Minimum voraus: Erfahrung im RW und Freefly-Springen, Kontrolle über Heading und Headingänderungen im Track, mindestens 300 Sprünge, davon 30 in den letzten 12 Monaten, gute Beherrschung des verwendeten Schirmtyps während aller Flugphasen, ausführliche Kenntnis der SKYRAY-Ausrüstung und deren Gebrauch, ausführliche Einweisung und Studium des Manuals.

© 2000 Freifall XPress

News Bytes

Elektronische Öffnungsautomaten für den Reserveschirm werden auch in Ampfing ab 2001 zur Pflicht. Nach langer Diskussion hat sich das Team von Skydive Colibri für die Enführen der Pflicht ausgesprochen. Die Abstimmung: 8 dafür, 1 dagegen, 2 Enthaltungen.

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