| Filmkritik "Cutaway" Stars: Stephen Baldwin, Tom Berenger, Dennis Rodman, Antonio Sabāto Jr., Ron Silver, Casper Van Dien, Phillip Glasser, Adam Wylie, Maxine Bonds, Ian Nicholas.
Director: Guy Manos, 1999 / Cameraflyers: Norman Kent and others
Der lang erwartete, neue Skydiving Film "Cutaway" wurde am 3. Oktober 2000 in den USA uraufgeführt, aber nicht, wie erwartet auf der Kinoleinwand, sondern im US Kabelfernsehen.
Die Story war dünn, aber die Skydiving Szenen waren vom Feinsten. Tom Berengers Rolle war eher eindimensional, genau wie die von Stephen Baldwin, und keine schauspielerischen Glanzleistungen, um es vorsichtig auszudrücken.
Das vermutlich Schlechteste an dem Film war, wie Regisseur Guy Manos bestätigte, dass die ausstrahlende Fernsehanstalt "USA Network" offensichtlich 30-40 % aus dem Film herausgeschnitten hatte, um Platz für Werbeeinblendungen zu schaffen. Diese Tatsache hatte ohne Zweifel einen großen Einfluss auf den Gesamteindruck des Films.
Aber auch davon einmal abgesehen, wirkte die schwache Handlung, ganz nach "Schema Klischee" von bösen Springerbuben und guten Drogenfahnder geprägt, eher wie die eines durchschnittlichen B-Movies.
Acht Typen wollen an der 8er Speedformation Nationalmeisterschaft teilnehmen, aber ihnen fehlt das nötige Kleingeld für Trainingssprünge.
Um dieses zu beschaffen, schmuggelt Teamchef "Redline" [Tom Berenger] Kokain und liefert es nachts mit leuchtendem, weithin sichtbarem Schirm mitten in der Stadt aus. Under-Cover Agent Stephen Baldwin schleicht sich in das Team ein, hilft beim Schmuggeln, zeigt überdurchschnittlichen "A" Lizenz Fähigkeiten, und geht mit nur 20 Sprüngen im Logbuch als #7 des Teams zu den Nationalen Meisterschaften. Okay...ist nur ein Film, also schlucken wir's einfach.
Aber wieder einmal sehen Skydiver aus wie ein Haufen Irrer, oder zumindest nicht ganz normal. Es wird zwar gezeigt, wie es auf einer Dropzone zugeht, aber muss es wirklich so aussehen, als würden wir alle unsere Jobs und unser altes Leben aufgeben, um auf der Dropzone zu wohnen und umsonst zu springen? (Träumen wir davon nicht alle schon eine Weile?)
Bleibt noch, die guten Seiten des Films zu erwähnen. Neben den coolen Spitzamen "Redline", "Turbo" und "Rush", sind es eigentlich nur die Skydiving Aufnahmen, die wirklich herausragen. Norman Kent und sein Team haben dieses Mal ganze Arbeit geleistet. Die Freifallszenen sind exzellent, und es gibt jede Menge davon.
Nicht alles ist realistisch in Cutaway, manchmal ist es sogar ein wenig absurd, aber was soll's, ein Film über den Alltag auf der Dropzone wäre sicher stinklangweilig. Da muss ein wenig Spannung rein! Da braucht man Fantasie! (Stichwort: Nationalmeisterschaften live im Fernsehen...aber klar doch!) Alles in allem ist Cutaway kein cineastisches Meisterstück, aber ganz schlecht ist der Film auch wieder nicht. Das entgültige Urteil kann man aber erst fällen, nachdem man die volle, ungekürzte Version gesehen hat, die Anfang Januar 2001 als Video erscheinen soll. Bis dahin kann man die zerstückelte Version von USA Network nur als mittelmäßssig bezeichen, aber irgendwie haben wir dem Film ja auch nicht angesehen, weil wir eine Dokumentation über das Fallschirmspringen erwartet haben, sondern der Unterhaltung wegen, und die wird geboten! [Inhaltsverzeichnis]

Abschied vom Bremer Verein für Luftfahrt in Hüttenbusch von Wolfgang Bäumer - wbaeumer@zfn.uni-bremen.de Einer der ältesten Sprungvereine Deutschlands existiert nicht mehr. Nach Abstimmung auf einer außerordentlichen Hauptversammlung im Juli 2000 wurde die Fallschirmgruppe des BVL (Bremer Verein für Luftfahrt) aufgelöst. Die Fallschirmgruppe bestand seit 1972 und ist damit einer der ältesten Fallschirmsportvereine Deutschlands.
Letztendlich haben wir den Kampf gegen komerzielle Dropzones verloren. Die Mehrzahl der Springer war nicht in ausreichendem Maße bereit, ihre Arbeitskraft in einem Verein ehrenamtlich einzubringen. Auch die Gruppenleitung, die die Geschicke der Gruppe lenkte, wurde natürlich auf mehrere ehrenamtliche Schultern verteilt. Dies ist einfach nicht so effektiv wie eine professionelle Organisationsstruktur. In den letzten Jahren ging es nicht mehr darum, eine geeignete Leitung auszusuchen, sondern "einen Dummen zu finden, der es für 2 Jahre macht". Daher kamen wir über eine Cessna 182 nie hinaus, und es waren gerade die aktiven Springer, die auf andere Plätze abwanderten. Anfang des Jahres mussten wir unsere D-ELSE verkaufen, weil wir sie aufgrund der geringen Sprungbeteiligung nicht mehr finanzieren konnten. Danach ging es ziemlich schnell...
Trotzdem habe ich in Hüttenbusch (wo die Springer des BVL ansässig waren) viele unvergessliche Wochenenden verbracht. In Sachen "Grillkultur" brauchten wir uns wirklich nicht hinter anderen Plätzen zu verstecken. Die eine oder andere Nacht haben wir im Zielkreis am Lagerfeuer verbracht, durch die Lage im grünen an der Hamme hatten wir einfach eine angenehme naturverbundene Atmosphäre.
Am 9./10. September fand das Abschiedswochenende statt. Geflogen ist Toni aus Bremerhaven. Am Samstag abend haben wir ein letztes Mal den Zielkreis durch ein Lagerfeuer "entweiht". Am Sonntag brachten wir ein letztes Mal beim Hüttenbuscher Erntefest "die Erntekrone vom Himmel" wie es seit Jahren Tradition war.
Am Abend beim Sunset-Load hat uns Toni aus 3000m über einer geschlossenen Wolkendecke rausgeschmissen - wir haben zu dritt sofort geöffnet. Wir sind umeinander hergeflogen, auch Toni kreiste noch eine Weile um uns und wackelte mit den Flügeln. Das alles über der Wolkendecke mit der untergehenden Sonne am Horizont - der Sprung war der Hammer!
Unten im Zielkreis warteten dann 3 Bier auf uns - 3 Abschiedsbier... Siehe auch Reiners "Hüttenbusch Historie". [Inhaltsverzeichnis]

"Le Grand Saut" verschoben Der französische Springer Michel Fournier hatte seine Vorbereitungen beended und stand Ende September kurz davor, einen Sprung aus 38000 m Höhe über Südfrankreich zu machen. Mit diesem Sprunge wollte er vier Rekorde gleichzeitig brechen und Skydive-Geschichte schreiben. (Siehe unsere Titelstory im August). Leider musste er den Sprung wegen Schwierigkeiten mit den Behörden verschieben. Jetzt sucht Michel nach einem alternativen Ort irgendwo auf der Welt, an dem er seinen "grand saut" doch noch machen kann. Michel benötige dringend weitere Sponsoren, um das Projekt unter den veränderten Bedingungen durchzuführen.
Seit zehn Jahren verfolgt Michel seinen Traum, der ihn mindestens US $2,885,000 kosten wird, ohne Sponsoren, nur mit Hilfe seiner technischen und wissenschaftlichen Partnern. Er hat seinen ganzen Besitz verkauft, um dieses Projekt zu finanzieren, denn Michel will seinen Traum nicht aufgeben.
Jeder kann dabei helfen und Michel unterstützen, indem er einen handsignierten Quadratmeter des Ballons für FF 100 kauft. Einzelheiten über das Projekt gibt es auf Michels Website unter www.legrandsaut.com [Inhaltsverzeichnis]

Motoren und Geräte gestohlen In der Nacht vom 6. auf 7. Oktober wurde auf dem Flugplatz Gießen-Lützelinden ein Einbruch verübt. Aus zwei Flugzeugen vom Typ C42 wurden fachgerecht jeweils die Motoren Rotax 912/80 PS mit allen Motorinstrumenten ausgebaut. Bei einer Maschine wurde der 3 Blatt Warp-Drive (Typ T 8719?) Propeller ebenfalls gestohlen, bei der anderen Maschine wurde der 3 Blatt Holz-Prob allerdings nicht gestohlen. In der nächsten Halle wurde eine C42 von der Decke gelassen und der 2 Blatt Warp-Drive gestohlen. Der Motor (700h) wurde hier nicht gestohlen! Eine in der Halle stehende Cessna wurde aufgebrochen und das installierte Garmin GPS-3-Pilot ausgebaut. Der Ausbau der Motoren erfolgte fachmännisch mit dem Kabelbaum und sämtlichen Motorinstrumenten. Ein direkt daneben eingebauter Becker Flugfunk wurde nicht gestohlen.
Dies deutet darauf hin, dass es sich um einen gut geplanten Diebstahl oder Auftragsdiebstahl gehandelt hat. Die Motornummer eines der Antriebe lautet ROTAX 4403266.
Folgende Fragen stellen sich:
Wer brauchte einen neuen Motor?
Wer hat plötzlich einen neuen Motor?
Wer hatte evt. einen Crash? (Schock-Loading, Propschaden)
Wer hat einen Prop defekt vom Typ Warp-Drive?
Wer kennt Personen, die einen Bausatz zusammenbauen und Motor und Instrumente benötigen?
Für sachdienliche Hinweise die zur Ergreifung der Täter führen, wird eine Belohnung von 5000 DM ausgesetzt. Hinweise (auch anonym) unter der Telefonnummer + 49 (0) 6442-6711 Fax: +49 (0) 6442 325 42 oder per Email an Mgeiss@gmx.de [Inhaltsverzeichnis]

Golden Knights 4er Formation Das US Army Team "The Golden Knights" haben überraschende Neuigkeiten für die 4er Formations Welt. Das Team konzentriert sich vom 8er auf das 4er Formationsspringen. Golden Knight Chris Talbert hat bei den Playoffs der US National Skydiving League "Eastern Skies" beim Atlanta Skydiving Center als Wettkampfrichter teilgenommen, und "NSL News" hatte die Gelegenheit, ihm einige Fragen zur Zukunft der Golden Knights zu stellen.
Obwohl die Ankündigung eines 4er Teams überraschend kam, verspricht sie gleichzeitig ein weiteres Topteam für das ständig wachsende und spannende 4er-Wettkaempfegeschehen des Landes. Das Interview wird auf der NSL Website unter www.skyleague.com nachzulesen sein. [Inhaltsverzeichnis]

AAD Pflicht in Irland und Australien
Die "Parachute Association of Ireland" will die AAD Pflicht für alle Springer, die Headdown Freeflying in Irland betreiben, einführen.
Diese neue Regelung wird auch Gastspinger einschließen. Im Moment gibt es keine Pläne, Öffnungsautomaten für Springer anderer Disziplinen einzuführen. Mehr Informationen gibt es unter http://indigo.ie/~pai/documents/minutes0900.pdf
Wie die "Australian Parachute Federation" auf ihrer Website unter www.apf.asn.au/op_regs.htm berichtet, wird ab Mitte Januar 2001 für alle Springer, die weniger als eine "B" Lizenz besitzen, die AAD Pflicht eingeführt. Diese Regelung schließt auch ausländische Springer ein. [Inhaltsverzeichnis]

Winterlager auf Korsika fällt aus Wie bereits angekündigt, hatte der Paraclub Elsenborn mit seiner Caravan ein Winterlager auf Korsika geplant. Die besondere Hürde bei einer solchen Aktion ist vor allem, die luftrechtlichen Belange rechtzeitig und verbindlich abzuklären. Denn wenn sich erst vor Ort herausstellt, daß die Maschine aus irgendwelchen Gründen nicht absetzen darf, dürfte man Gefahr laufen, von den angereisten Springern geteert und gefedert zu werden!
Und genau an den luftrechtlichen Voraussetzungen scheiterte die Sache letztendlich: An dem geplanten Sprungplatz wird auch im Winter ein Pilatus Porter fliegen und Springer absetzen. Und eine Genehmigung für eine zweite Absetzmaschine kann leider nicht erteilt werden.
Da die seriöse Planung einer Alternative für dieses Jahr zeitlich kaum noch machbar sein wird, wird der Paraclub die sicherlich schöne Idee erst einmal fallen lassen und sich auf das nächste Jahr konzentrieren. Die Elsenborner hoffen, dass sie für das nächste Jahr eine Alternative finden, wobei sie selbstverständlich nicht auf Korsika fixiert sind. [Inhaltsverzeichnis]
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