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Vol. 2 - Oktober 1999 / Deutsche Ausgabe Das Magazine von Skydive World

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BASE-Sprung aus Protest endete mit dem Tod
22. Oktober 1999

Eine 60 Jahre alte Frau, die am El Capitan im Yosemite National Park/USA mit einem BASE-Sprung gegen das Verbot von BASE-Sprüngen protestieren wollte, stürzte in den Tod, als sich ihr Fallschirm nicht öffnete.

Jan Davis, Frau des Freifall-Fotografen Tom Sanders aus Santa Barbara, Kalifornien war die vierte von fünf BASE-Springern, die von der 1000 m hohen Granitspitze des El Capitans im Yosemite Nationalpark sprangen, um zu zeigen, dass ihr Sport sicher ist. Die Springerin stürzte vor den Augen ihre Mannes, entsetzten Freunden und laufenden Fernsehkameras zur Erde.

BASE steht für "Building, Antenna, Span, Earth", und BASE-Springen hat den Ruf, ein besonders aufregender, aber auch riskanter Sport zu sein.

Das Springen am Freitag war als Protest gedacht, weil die Park-Verwaltung BASE- Sprünge untersagt, und im Juni ein 28-jähriger an gleicher Stelle auf der Flucht vor der Polizei ertrunken war. Am El Capitan hatte es mindestens 6 Tote in den letzten Jahren gegeben.

"Jeder Sport ist gefährlich, mit dem Auto fahren ist gefährlich", sagte BASE-Springer Bruce Weber nach dem Unfall, "es ist tragisch, dass es vor all den Kameras passierte. Es ist tragisch dass es meiner Freundin passierte. Sie hat immer an die Sache geglaubt."

Jan Davis, eine bekannte Stuntfrau, Skydiverin und Base-Springerin, war mit einer geliehenen Ausrüstung gesprungen, weil sie verhindern wollte, dass ihre eigene nach dem Sprung von der Polizei eingezogen wird.

Sprecher der Parkverwaltung sagten, dass sie nicht beabsichtigen das BASE-Jumping Verbot aufzuheben.

Mehr unter:
http://www.sfgate.com/news/
  Video
http://wire.ap.org/
http://www.cnn.com/US/9910/22/parachutist.death.ap/index.html
http://www.msnbc.com/news/326594.asp
http://abcnews.go.com/wire/World/reuters19991022_4011.html

Russischer Industrieller stürzte während eines Fallschirmsprungs in den Tod
20. Oktober 1999        Mehr...

 

BASE Jumper will wieder springen
18. Oktober 1999 - von ABC Newswire

Nanette Studebaker sagt, dass sie wieder springen will, obwohl sie sich bei einem Sprung von der Perrine Bridge, in Twin Falls, Iowa - USA, den Rücken gebrochen hat. Die 28 Jahre alte BASE-Springerin wird für den Rest des Monats im Krankenhaus bleiben, wo Ihre Verletzung behandelt wird. Studebaker sagt, "sie wäre verzweifelt", wenn sie das Skydiven oder BASE-Springen hätte aufgeben müssen.

Der Hilfschirm ihres Sprungsystems hatte sich um ihr Bein gewickelt, als sie eine Rückwärtssalto von der 140 m hohen Brücke über dem Snake River machte. Studebaker glaubt, dass mit einer Geschwindigkeit von 150 km/h gefallen ist, als sich endlich der Hauptschirm in 3 Meter Höhe öffnete. Die Ärzte sagen eine völlige Wiederherstellung ihrer Gesundheit voraus.
 

Floyd County accident leaves skydiver dead
October 4, 1999

A Tennessee man plunged to his death Sunday during a sky diving outing in Rome now under investigation by the Federal Aviation Administration and the GBI.

He was part of a three-man group jumping from about 3,500 feet over Richard B. Russell Airport in Rome about 2:20 p.m., said Detective David Stewart of the Floyd County police.     Read more...
 

Us Paratrooper Killed In Kosovo Exercise
October 1, 1999

VITINA, Serbia (Reuters) - A U.S. paratrooper died Friday after his parachute failed to open in an exercise over Kosovo, a senior U.S. military officer said. The soldier's death overshadowed an operation which aimed to demonstrate the U.S. military's ability to deploy combat troops quickly and efficiently at short notice.     Read more...

Es war Mord
30/09/99 - aus: Freifall Xpress Sept./Okt. 99

Der tödliche Unfall einer Springerin am 30.5.99 in Münster hat sich endgültig als Ergebnis eines Mordanschlages herausgestellt. Als Tatverdächtiger wurde Ende Juni ein 33 jähriger Springer aus Düren festgenommen. Er soll gestanden haben, aus persönlichen Motiven die Sprungausrüstung der Verunglückten so manipuliert zu haben, dass ein Sprung mit dieser Ausrüstung unweigerlich zum Tod führen musste. Dazu hatte er den Hauptschirm so gepackt, dass eine Öffnungsstörung unvermeidlich wurde. Mit dem Durchtrennen des Reservekabels wurde die manuelle Betätigung der Reserve unmöglich gemacht und mit der Demontage des CYPRES eliminierte er auch die letzte Möglichkeit, nach dem Abwurf der Hauptkappe, die Reserve zu aktivieren. Und exakt nach diesem vorgeplanten Szenario spielte sich der tödliche Sprung auch ab.

Nur dank der hervorragenden und beharrlichen Arbeit der eingeschalteten DFV-Sachverständigen, konnte der Staatsanwalt den Vorfall, nicht wie geplant, zu den Akten legen und als weiteren Unfall verbuchen, sondern musste die Ermittlungen ausweiten, was schließlich zur Festnahme des potentiellen Täters führte.

Airtec Presseerklärung - Der tödliche Absturz in Münster
30/9/99

Der Unfall hat zu einiger Beunruhigung in Springerkreisen geführt, da in der Presse davon die Rede war, dass das "Sicherheitssystem (CYPRES) zerstört" worden war und somit nicht die Reserve öffnen konnte. Wir erhielten Anfragen von Springern wie es denn möglich sein könne, ein CYPRES zu zerstören oder handlungsunfähig machen, ohne das der Springer es sieht oder merkt.

In diesem Fall wurde das CYPRES auf folgende Weise wirkungslos gemacht:
Der Reservecontainer des Atom-Gurtzeugs wurde geöffnet, der Loop wurde aus dem Auslöseelement (Cutter) herausgezogen, NEBEN dem Cutter durch die Öse in der Klappe #1 durch geführt und der Reservecontainer danach wieder verschlossen.

Wäre das CYPRES anderweitig manipuliert worden - es hätte beim Selbsttest eine Fehlermeldung im Display angezeigt, falls das Kabel zum Cutter durchtrennt worden wäre, z.B die "8997. Ob der Loop durch den Cutter läuft, ist eine der wenigen Sachen die nicht vom CYPRES im Selbsttest erfasst werden können. Eine solche Manipulation ist bei diesem Gurtzeugtyp von aussen unsichtbar, das CYPRES läuft ohne Fehlermeldung durch den Selbsttest.

Bei dem tödlichen Sprung hat das CYPRES ausgelöst (Cutter hat gefeuert), jedoch öffnete sich der Reservecontainer nicht, weil der Loop nicht durchgeschnitten werden konnte.

Tote bei Kappenkollisionen
30/9/99 - Freifall Xpress 5/99

Bei Unfällen durch Kappenkollision kamen in den vergangenen 2 Monaten in Deutschland insgesamt 3 Springer zu Tode. In einem Fall stießen ein Springer und sein Kameramann zusammen, die sich von ihrer Filmerei ablenken ließen. Bei dem Zusammenprall und der anschliessenden harten Landung kamen beide Springer ums Leben. In einem anderen Fall stießen zwei Springer in 200 Meter Höhe zusammen, wobei beide Schirme beschädigt wurden und sie schnell drehend und mit hoher Sinkgeschwindigkeit neben der Landebahn aufschlugen. Einer verstarb an der Unfallstelle, der andere wurde schwer verletzt.

NTSB Identification: FTW99FA261
Accident occurred SEP-18-99 at BRYAN, TX
Aircraft: Cessna 182A, registration: N4803D
Injuries: 5 Fatal.

This is preliminary information, subject to change, and may contain errors. Any errors in this report will be corrected when the final report has been completed.

On September 18, 1999, at 1859 central daylight time, a Cessna 182A single-engine airplane, N4803D, was destroyed during terrain impact and postimpact fire during takeoff from the Coulter Field Airport near Bryan, Texas. The airplane was registered to SMC Institute A Close Corporation of Wilmington, Delaware, and operated by Ags Over Texas of Bryan, Texas. The commercial rated pilot and four parachutists were fatally injured. Visual meteorological conditions prevailed, and a flight plan was not filed for the 14 Code of Federal Regulations (CFR) Part 91 parachute activity flight. The flight was originating at the time of the accident.

Witnesses reported to the NTSB investigator-in-charge that the aircraft took off from runway 14. As the aircraft reached approximately 300-400 feet agl, it banked right, then nosed down and descended from view. One of the witnesses reported that it appeared that the aircraft made one complete turn before it descended from his view. Subsequently, black smoke was observed in the area where the airplane descended from view. Examination of the aircraft wreckage revealed that the cockpit and cabin area was destroyed by the postimpact fire. Control continuity was confirmed to all flight control surfaces. The engine was removed and sent to the engine manufacturer's facility in Mobile, Alabama, for a detailed examination.

Source: http://www.ntsb.gov/Aviation/Accident.htm

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