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Vol. 12 - September 2000 / Deutsche Ausgabe Das Magazine von Skydive World

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  [Aktualisiert: 15. September 2000]

Springerin fiel aus ihrem Gurtzeug
Zugesandt vom Parachute Center Lodi, Kalifornien

Mit großer Trauer macht das Parachute Center folgende Mitteilung. Am Samstagabend, den 19. August, während eines Sunset-Sprunges, haben wir die 26-jährige Springerin Nicole Sadek-Cadiz durch einen tragischen Unfall verloren.
 
Nicole hatte das Flugzeug gemeinsam mit anderen Springern verlassen und nicht bemerkt, dass ihr Brustgurt nicht geschlossen war. Die Gruppe hatte einen Headdown Sprung geplant. Aufgrund dieser Headdown Position hatte Nicole den offenen Gurt nicht bemerkt, der sich an der Seite ihres Körpers befand. Nach etwa 1500 m Flug im headdown fing der Container Luft und wurde von ihren Schultern gezogen. Dann wurde der Container von der Luft wieder über die Schultern gedrückt, und Nicole versuchte, das Gurtzeug mit ihren Beingurten zu halten und wieder in die Armgurte zu schlüpfen. Als ihr das nicht gelang, leitet sie die Schirmöffnung ein, in der Hoffnung, das Gear mit den Beinen halten zu können. Die Kappe öffnete sich, aber Nicole war nicht in der Lage, das Gurtzeug zu halten.
 
Wir alle vom Parachute Center sind schockiert und entsetzt aufgrund dieses schrecklichen Vorfalles und veröffentlichen diese Einzelheiten in der Hoffnung, dass die Wiederholung eines solchen Unfalls verhindert wird.
 
Ein Memorial Sprung wird vom Parachute Center geplant, nähere Einzelheiten werden noch bekannt gegeben. FFI: Bill and Kathy Dause 209-369-1128
 
Der Artikel der The Sacramento Bee.

  * * *
Italiänischer Freefly Champion getötet

Am 12. August starb der italienische Freefly Champion, Mauro "Mago" Tannino auf einer Dropzone Ravenna, Italien. Er machte einen Kamerasprung aus 4500 m Höhe, um einen Schüler zu filmen. Sein Stiletto hatte eine Fehlöffnung, und entweder hat er keine Trennung der Hauptkappe vorgenommen, bevor er die Reserve aktivierte, oder war nicht dazu in der Lage. Die Reserve verfing sich mit dem Haupschirm, und Mago landete unter den verwickelten Schirmen. Er wurde von dem harten Aufprall bei der Landung getötet.

  * * *
BASE Springer starb am Kjerag

Der BASE Springer Valentino Ventori (30) aus Italien starb am 5. August bei einem BASE Sprung am Kjerag in Norwegen. Es war sein erster BASE Sprung überhaupt. Wie eine Augenzeugin berichtete, war er nicht weit genug von der Wand weggeflogen. Nach seinem Absprung von Nr.7 war er sehr unstabil gefallen und gegen die Wand geprallt, bevor sich der Schirm öffnete. Die Norwegische Base Association wird den Unfall untersuchen.

  * * *
Low Turn Unfall

Ein 43-jährger Springer aus Omaha starb am 6. August auf dem Crete Airport in Nebraska. Er machte einen Sprung mit einem weiteren Springer aus einer Cessna 182. Es war der 100ste Sprung für beide.
 
Der zweite Springer landete und beobachtet den zweiten beim Anflug. Wie er später berichtete, flog sein Freund eine Linkskurve beim Endanflug und dann eine scharfe 360 Grad Rechtskurve. Diese brachte ihn in eine schnelle Abwärtsdrehung und endete im Aufprall auf dem Boden. Der Spinger wurde in ein nahes Krankenhaus gebracht, wo Ärzte nur noch den Tod feststellen konnten.

Fünf tödliche Unfälle in Europa

Unfall in Österreich

Ein 54-jähriger erfahrener Springer aus Österreich starb am 2. September in Kärnten. Nachdem er erfolgreich seinen Hauptschirm aktiviert hatte, gab es anscheinend Probleme mit dem Schirm, die in 200 m Höhe zu schnellen Drehungen führten. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung war nicht klar, ob der Springer versucht hatte, abzutrennen und die Reserve zu ziehen. Er landete hart unter dem sich schnell drehenden Schirm und starb beim Aufprall.

* * *
Unfall in Belgien

Ein Springer aus Brüssel starb am 26. August bei einem Demonstrationsprung in Lathuy, Belgien. Weder sein Haupt- noch sein Reserveschirm hatten sich ordnungsgemäß geöffnet. Zahlreiche Zuschauer waren Zeuge des tragischen Ereignisses. Weitere Einzelheiten sind nicht bekannt.

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Unfall in Deutschland

Ein deutscher Springer starb im August in Schweighofen, Deutschland. Es wurde berichtet, dass er kurz vor der Landung eine tiefe Drehung durchgeführte hatte, und dadurch hart auf dem Boden aufprallte. Von der Dropzone waren keine weiteren Informationen zu erhalten.

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Unfall in Frankreich

Ein 26-jähriger holländischer Springer starb am 16. August in Soulac sur Mer in Frankreich. Der Springer hatte an einem SL Kurs teilgenommen. Bei seinem achten SL Sprung hatte seine Hauptkappe eine Fehlöffung, und der Schüler zog daraufhin die Reserve, ohne vorher den Hauptschirm abzutrennen. Dem Hilfsschirm gelang es nicht, vermutlich wegen zu geringem Zug, die Reserve aus dem Freebag zu ziehen. Als der Springer seinen Fehler bemerkte, trennte er die Hauptkappe ab. Dabei flog der Reserve-Hilfschirm zwischen die rechte und linke Leinengruppe der Reserve und die Aufziehleine wickelte sich um den Freebag, was zu einer bag-lock Fehlöffnung der Reserve führte.

* * *
Unfall in Slowenien

Ein 30-jähriger Springer starb am 20. August in Ptuj, Slowenien bei einen Kamerasprung, nachdem sein Hauptschirm eine Fehleöffnung hatte. Der Springer versuchte, den Hauptschirm abzutrennen, jedoch ohne Erfolg. Daraufhin zog er die Reserve, die sich mit der Hauptkappe verfing. Er landete unter den verwickelten Schirmen und starb beim Aufprall.


 

Skydiver baumelte unter dem Flugzeug

Am 1. September baumelte der 20-jährige Andy Judy aus West Virginia hilflos über eine halbe Stunde in der Luft, nachdem sich sein Bootie an der Absprungstufe einer Cessna 182 verfangen hatte. Sein Stiefvater, ebenfalls ein Springer, war Augenzeuge des dramtischen Fluges.
 
Es war Andys dritter Sprung an diesem Tag, beim Pittsburgh Skydiving Center in Dunbar, Pennsylvania, und er war Teil einer 3er Formation, die von einem vierten Springer gefilmt werden sollte. Die Springer stiegen in 3500 m Höhe nach draußen auf das Trittbrett unter dem Cessna-Flügel. Andy war der letzte, der rauskletterte.
 
Als er nach dem Zählen und Abschwingen abspringen wollte, verfing sich sein linker Bootie am Trittbrett des Flugzeuges. Nur von einem Stück Stoff gehalten, hin Andy mit dem Kopf nach unten, während sich der Stoff seine Sprunganzuges dehnte, und die Schwerkraft seinen Körper nach unten zerrte. Andy versuchte vergeblich, sich ins Flugzeug zurückzuziehen, und dann sogar irgendwie aus dem Jumpsuit und den Booties zu schlüpfen. Der Pilot Bob Yaley schüttelte das Flugzeug, um ihn zu befreien, und als das auch erfolglos war, versuchte er Andy mit der Hand zu befreien. Aber als er den Pilotensitz verlassen wollte, ging die Cessna in einen Sturzflug über.
 
Der Pilot enschloß sich darauf hin, auf einem Feld neben dem asphaltierten Runway zu landen, in der Hoffnung, dass der Boden weich genug sei. Andy, der sich nicht mit dem Piloten verständigen konnte, bemerkte den Plan erst, als er den Runway unter sich sah. Er sog seinen Kopf und seine Schultern in die Höhe und verschränkte seine Arme, um sich auf die Landung vorzubereiten. Beim Aufsetzen absorbierte sein Gear das meiste des Aufprallschocks, und der Pilot bremste so schnell wie möglich ab, und vekürzte so den Schleifweg auf 30 Meter. "Mein Gott, habe ich ein Glueck", waren die ersten Worte, die Andy sagte, als ihn das Rettungsteam losschnitt. Er ist mit ein paar Schnitten und Hautabschürfungen davongekommen und konnte nach kurzer Behandlung am gleichen Abend aus dem Krankenhaus entlassen werden.
 
Die ganze Story bei
Post Gazette.

* * *
BASE Springer musste gerettet werden

Ein BASE Springer mußte am 1. September nach einem Sprung vom 173 m hohen Carew Tower in Cincinnati, Ohio, gerettet werden, nachdem sich sein Schirm außen am nahegelegenen Omni Netherland Plaza Hotel verfangen hatte.
 
Augenzeugen berichtetem, dass zwei Personen vom 49. Stock des Turms gesprungen seien. Der erste Springer landete sicher am Boden und konnte unerkannt verschwinden, aber der zweite blieb mit seinem Schirm an einem geschloßenen Fenster im 29. Stock des Hotels hängen. Der Springer schaffte es, sich auf einen Vorsprung zu ziehen und festzuhalten, bis ihn ein Rettungsteam 20 Minuten später durch ein offenens Fenster in Sicherheit ziehen konnten. Er wurde festgenommen und wegen Störung der Ordnung und Auslösen von Panik zu einer Strafzahlung von US$ 1100.00 verurteilt und entlassen. Als er gefragt wurde, warum er gesprungen sei, antwortete er: "Weil ich das immer mache".

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